Paukenschlag: EU einigt sich auf einen Tagungsort!

Bald soll Schluss sein mit dem „Wanderzirkus“ zwischen Brüssel und Straßburg. Wie die überparteiliche Europa-Union NRW e.V. aus vertraulicher Quelle erfahren konnte, einigten sich die Staats- und Regierungschefs am Rande der Brexit-Verhandlungen auf einen gemeinsamen Tagungsort für das Europäische Parlament. „Angesichts des peinlichen Hin- und Her im Britischen Unterhaus ist uns klar geworden, dass die Bürgerinnen und Bürger Europas von uns vernünftige Lösungen und rasche Entscheidungen erwarten“, wird ein Regierungsvertreter zitiert. Als neuer Tagungsort ist die Elbphilharmonie in Hamburg im Gespräch.

„Nachdem sich herausgestellt hat, dass der Konzertsaal für musikalische Genüsse nicht wie erwartet geeignet ist, mussten wir uns nach einer alternativen Nutzung umsehen“, erläutert dazu ein Vertreter der Hansestadt. Demnach biete der große Konzertsaal ausreichend Platz für die mehr als 700 Abgeordneten und zahlreiche Besuchergruppen.

Möglich wurde diese Einigung auch durch einen finanztechnischen Clou: Die bisherigen Tagungsorte des Europäischen Parlamentes - Straßburg und Brüssel - bekommen für den Ausfall an Besuchern, Lobbyisten und anderen Übernachtungsgästen auskömmliche Ersatzzahlungen. Die Mittel werden durch Einsparungen im Parlament frei, welchem der monatliche Umzug zwischen den Tagungsorten dann erspart bleibt. Außerdem will das Parlament zukünftig weitgehend auf den Übersetzungsdienst der bis zu 1.200 Dolmetscher verzichten, die in Plenarwochen die Debatten in die 24 Amtssprachen der EU übersetzen.

Mit Unterstützung des Vatikanstaates tritt damit endlich Kapitel 2, Vers 4-6 der Apostelgeschichte in Kraft, nach der jeder den anderen in seiner eigenen Sprache versteht. „Diese Regelung ist auch als Pfingstwunder bekannt“, erläutert der Chefunterhändler des christlichen Abendlandes. Als Gegenleistung verlange der Vatikanstaat nur den Beitritt zur Europäischen Union, der auch weitere Kooperationsmöglichkeiten mit sich bringen könnte: Man erwäge zum Beispiel zur Abwendung von langen Wartezeiten bei der Zollabfertigung nach Großbritannien nach dem Brexit eine Teilung der Fluten des Ärmelkanals nach dem Moses-Modell. So könnten europäische Spediteure und Reisende die britischen Inseln trockenen Fußes erreichen.

Andere Herausforderungen wie der Klimawandel, soziale Ungerechtigkeiten, Migration und die gemeinsame EU-Außenpolitik sollten aber nicht mit göttlichem Beistand in Angriff genommen werden. „Dazu haben die Parteien in ihren Wahlprogrammen bereits vielfältige Lösungen erarbeitet. Die Bürgerinnen und Bürger Europas müssen nur am 26. Mai wählen gehen und eine Entscheidung treffen“, betont Peter Wahl, Vorsitzender der Europa-Union NRW. Der Verein will sich aber weiter dafür einsetzen, dass die gefundenen Lösungen rasch umgesetzt werden und spätestens zum 1. April des nächsten Jahres in Kraft treten.

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