Sven Giegold MdEP zu Besuch bei der Europa-Union Monheim

Sven Giegold, seit mehr als 10 Jahren Europaabgeordneter der Grünen aus NRW, referierte auf Einladung der Monheimer Europa-Union zum Thema „Klimakrise – Herausforderung und politische Antworten“. Seine zentrale Botschaft: „Europa ist längst auf der Ziellinie bei der Erreichung vereinbarten Reduzierung von Treibhausgasemissionen – Deutschland ist noch längst nicht so weit“.

 

Manfred Klein (Vorsitzender Europa-Union Monheim), Sven Giegold MdEP (Grüne), Roland Gunia (Europa-Union Monheim), Bruno Kosmala (Europa-Union Monheim)

Die wissenschaftliche Klimaforschung führt zur Erkenntnis, dass menschliches Einwirken Ursache der Erderwärmung ist. Bei der Pariser Klimakonferenz im Dezember 2015 einigten sichen die Teilnehmenden daher auf das Ziel, die Erderwärmung um 1,5 % zu begrenzen. „Im Rahmen dieser Vereinbarung“, so der Giegold, „hat sich die EU verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40 % gegenüber 1990 zu senken.“

Aus Sicht des Referenten haben zu langes Festhalten an der Kohle und Verzögerungen bei der Einführung der Elektromobilität , aber auch die fehlende Umstellung der Chemieindustrie auf nachwachsende Rohstoffe, maßgeblich dazu beigetragen, dass für Deutschland diese Ziele kaum noch erreichbar sind. Damit besteht  die Gefahr, dass Deutschland in der Zukunftstechnologie den internationalen Anschluss verpasst und damit technologisch im weltweiten Konkurrenz zurückfällt.

„Klimaziele“, so Giegold „muss Deutschland als Chance und nicht als Bedrohung auffassen." Deswegen setzt sich der Europapolitiker in Deutschland für eine stärkere Verbindung von Ökonomie und Ökologie ein. Er fordert bereits heute von den Verantwortlichen mehr Mut zu Innovation und Investitionen, damit zukünftige von Deutschland möglicherweise zu leistende Strafzahlungen wegen Nichterreichen seiner Verpflichtungen verhindert werden.

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