Bericht zum Expertengespräch: „Klimawandel begrenzen - Herausforderungen und Strategien für eine post-fossile Entwicklung“

Am 07. Oktober fand eine offene Diskussionsrunde mit Professor Dr. Peter Hennicke in der Volkshochschule Monheim am Rhein statt. Dabei fand sich ein Publikum von über 30 Teilnehmer zusammen, die mit größtem Interesse verschiedene Fragen stellten. Die Veranstaltung war Teil der Dialogreihe zur deutschen Ratspräsidentschaft und ist auch auf Youtube abrufbar!

Herr Professor Dr. Peter Hennicke ist Träger des Deutschen Umweltpreises und Mitglied im Club of Rome. Darüber hinaus war er Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Prof. Hennicke zeigte anhand einer aussagekräftigen Präsentation die Herausforderungen der Menschheit im kommenden Jahrhundert auf. Unter dieser Prämisse wurden viele Ursachen und Maßnahmen untersucht.

Dabei hob er besonders die politische Gleichgültigkeit der globalen Entscheidungsträger der vergangenen Jahre hevor. Zwar gäbe es seit knapp zehn Jahren ernsthafte Bestrebungen, dem Klimawandel und den drohenden Katastrophen mit Kontermaßnahmen zu entgegnen, doch müsste seitens der Regierungen viel stärker daran gearbeitet werden. So kann es möglich sein, dass das bisher gesetzte Erderwärmungsziel von 2° Celsius mehrere hundert Millionen Menschen heimatlos und hungrig macht. Neben diesen Gefahren betont Prof. Hennicke, dass für die Energiewende eine große und vor allem effizientere Energieerzeugung angeboten werden muss. Dies soll im Zusammenhang mit dem Bürger im Diskurs entstehen, damit auch die Kosten für dieses Ziel transparent kommuniziert werden können.

Dabei fiel ins Auge, dass eine globale regenerative Energieerzeugung zwischen Staaten aufzuteilen ist. Nur so lässt sich eine maximal effiziente Herstellung garantieren. Als Beispiel wurde angeführt, dass in heißen Wüstenregionen auf Solarenergie und in Japan vor allem auf geothermische Anlagen gesetzt werden sollte. Jeder Staat kann damit, möglichst effizient, Strom zu akzeptablen Preisen generieren. Im Anschluss wurde mit Blick in die Zukunft unter verschiedenen Gesichtspunkten die Welt in energiearme bzw. –reiche Regionen eingeteilt. Mit der Unterteilung ließ sich herausfinden, welche Staaten zukünftig von welchen Energieproduzenten abhängig sein könnten.

Im Endeffekt wird ein mutiger Dreiklang aus Änderungen in der Politik, im Wirtschaftssystem und persönlichen Verhalten benötigt, um unsere Gesellschaft und unseren Planeten in eine nachhaltigere Richtung zu verbessern. Dies ist der Kern einer erfolgreichen sozial-ökologischen Transformation zu einer dekarbonisierten Welt.

Zum Schluss gab es eine offene Fragerunde für die Teilnehmer. Der Schwerpunkt der meisten Fragen war die Wasserstofftechnik, da diese einen großen Platz auf internationalen Parkett einnimmt. Zurzeit scheinen die Wasserstoffzellen noch nicht alltagsgebräuchlich zu sein. Neben der problematischen Speicherung dieser Energie gibt es noch Bedenken der wirtschaftlichen Erzeugung. Dahingehend sind weitere Investitionen für Forschung und Entwicklung nötig.

An dieser Stelle bedankte sich die Europa-Union Monheim herzlichst für alle Anwesenden und für den aufschlussreichen Vortrag von Prof. Hennicke. Wir freuen uns ebenfalls, Sie zu unserer nächsten Veranstaltung der Europa-Union begrüßen zu dürfen.

Diese Veranstaltung wurde durch den Stadtverband Monheim am Rhein organisiert und moderiert. Die Dialogreihe zur deutschen Ratspräsidentschaft wird von der Europa-Union NRW koordiniert und durch die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen gefördert.

Besuchen Sie auch bei Facebook unter https://www.facebook.com/EuropaUnionNRW/ für aktuelle Veranstaltungen. Dort erfahren Sie spannende europäische Themen, Fragestellungen sowie weitere Angaben zu der o.g. Veranstaltung.
 

Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist auf Youtube verfügbar.

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