Reisebericht : Studienreise nach Schengen, Verdun und Luxemburg

Vier Tage lang stand die Studienreise der Europa-Union Haan ganz im Zeichen Europas, seiner Geschichte und seiner demokratischen Entwicklung. Auf dem Reiseprogramm standen Ende April für 31 Mitglieder: Schengen, Verdun und Luxemburg – Orte, die auf sehr unterschiedliche Weise mit den Wurzeln und Herausforderungen des europäischen Einigungsprozesses verbunden sind.

 Erster Schwerpunkt war Schengen, gelegen in Luxemburg. Dort besichtigte die Gruppe unter fachkundiger Führung das Schiff „Princesse Marie-Astrid“, auf dem 1985 das Schengener Abkommen von fünf europäischen Ländern unterzeichnet wurde. Gerade dieser Ort macht deutlich, welche historische Bedeutung Schengen für das heute selbstverständliche Reisen ohne Grenzkontrollen in weiten Teilen Europas hat. Der Besuch war ein eindrucksvoller Auftakt, um europäische Zusammenarbeit nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret zu erleben. 

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch von Verdun. Dort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen einer fast fünfstündigen Führung einen tiefen Einblick in das historische Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs. Mit Museum, Fort de Douaumont und Beinhaus wurde eindringlich sichtbar, welche grausamen Folgen nationale Konfrontation haben kann. Gerade vor diesem Hintergrund wurde die europäische Einigung als Friedensprojekt besonders greifbar. Verdun machte nachdrücklich deutlich, wie wichtig Demokratie, Verständigung und Versöhnung für die Sicherung des Friedens in Europa sind.

In Luxemburg besuchten die Gruppe schließlich das Europäische Parlament und verbanden dies mit einer Stadtführung, die die besondere Rolle des Landes im Herzen Europas näherbrachte.

Abgerundet wurde die Reise durch den Besuch der deutschen Botschaft in Luxemburg und das Gespräch mit dem stellvertretenden Botschafter Roland Seeger. Dieser persönliche Austausch bot die Gelegenheit, aktuelle europapolitische Fragen zu diskutieren und die diplomatische Perspektive auf die Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union kennenzulernen. 

Die Reise verband eindrucksvoll historische Erfahrung, politische Bildung und europäische Gegenwart. " Sie zeigte, dass Europa nicht abstrakt ist, sondern an ganz konkreten Orten erfahrbar wird – in Schengen als Symbol offener Grenzen, in Verdun als Mahnung an die Schrecken des Krieges und in Luxemburg als Sitz europäischer Institutionen und gelebter Zusammenarbeit" , so der Vorsitzender der Europa-Union Haan ,Wolfgang Jegodowski.

 

Foto: Reisegruppe in Schengen 

Foto: Europa-Union