Landesversammlung wählt neuen Vorstand

„Nur ein einiges und demokratisches Europa kann Frieden und Wohlstand in einer freien Gesellschaft garantieren“, darüber sind sich die Delegierten der Landesversammlung der Europa-Union NRW einig, die am vergangenen Samstag im Kreishaus Steinfurt tagten. Peter W. Wahl aus Bocholt wurde erneut zum Vorsitzenden des modernisierten Verbandes gewählt. Ein deutlich verkleinerter Arbeitsvorstand und eine neue Verbindungsebene zwischen diesem und den Kreisverbänden soll die Schlagkraft der größten Bürgerinitiative für Europa in Deutschland erheblich verbessern.

Die Europa-Union NRW hat nun einen deutlich verkleinerten Landesvorstand (v. l.): Bernd Weber, Manfred Klein, Dr. Sigrid Fretlöh, Uwe Bräutigam, Gabriele Tetzner, EUD-Vizepräsident und Versammlungsleiter Heinz-Wilhelm Schaumann, Vorstandsvorsitzender Peter W. Wahl, Geschäftsführerin Kirsten Eink, Markus Thürmann, Rainer Frickhöfer und Frank Heu.

Vergangenen Samstag wählten die Delegierten der Landesversammlung der Europa-Union NRW einen neuen Vorstand (siehe Foto). Neben den Wahlen wurde auch inhaltlich intensiv gerarbeitet. So diskutierten die Delegierten aus dem gesamten Land Nordrhein-Westfalen die Grundlage für ihre Initiativen zu der im Mai 2019 stattfindenden Europawahl. Mit zahlreichen Aktionen „vor Ort“ wollen sie die Erfolgsgeschichte Europas nach außen tragen und dazu beitragen, dass die pro-europäischen Kräfte lauter und im Parlament wieder die Mehrheit stellen werden.

Der gastgebende Landrat Dr. Klaus Effing forderte die Versammlung dazu auf, dem vereinten Europa wieder zu mehr Akzeptanz und Vertrauen zu helfen. Angesichts rechtspopulistischer Strömungen in verschiedenen Ländern Europas verurteilte er die Alleingänge einzelner Staaten und rief dazu auf, das Gemeinschaftsgefühl in Europa zu stärken. Mut dazu machten auch der dienstälteste Europaparlamentarier Elmar Brok und die Präsidentin der Europäischen Bewegung, Dr. Linn Selle. Markus Thürmann, Geschäftsführer der Jungen Europäischen Föderalisten, der Jugendorganisation der Europa-Union, rief dazu auf, die „Schlagbäume in den Köpfen der Menschen“ zu beseitigen. Er zeigte sich von der Fähigkeit der Europa-Union überzeugt, ein vereintes Europa zu erreichen.

In drei Arbeitsgruppen entwickelten die Delegierten einen Wahlaufruf zur Europawahl, ihre Vorstellungen von der Zukunft Europas und ihre zukünftige Zusammenarbeit mit den Kommunen in NRW. Konkret fordern sie die Menschen dazu auf, ein demokratisches, rechtsstaatliches und vereintes Europa zu wählen, „damit Europa und wir eine Zukunft haben!“ Die konkreten Veranstaltungen und Aktionen zur Europawahl, die von Wahlarenen bis zu Diskussionen am Küchentisch reichen, sollen mit den Vorgaben des Bundesverbandes abgestimmt und vom Landesausschuss spätestens im November für die Kreisverbände vorbereitet werden.

Die Zukunft Europas sehen die Delegierten in einem europäischen Bundesstaat. Nationalstaaten stoßen heute schon in vielen Bereichen an die Grenzen ihres politischen Gestaltungsspielraums. Viele Herausforderungen wie die Regulierung von multinationalen Unternehmen und Finanzmärkten, die Nutzung der Chancen der Digitalisierung, der Datenschutz oder die Aufnahme von Flüchtlingen lassen sich nicht mehr sinnvoll auf nationale, sondern nur noch gemeinsam auf europäischer Ebene lösen. Die Europa-Union NRW will sich daher in einen dauerhaften Diskurs über die Zukunft Europas einbringen. In diesem Sinne forderten die Delegierten den Bundesstaat Europa, um das historische Projekt der europäischen Einigung zu vollenden.

Weitere Informationen zum neuen Landesvorstand, den gewählten Delegierten für weitere Gremien sowie zu den verabschiedeten Beschlüssen finden Sie gesammelt im Bereich "Öffnet internen Link im aktuellen FensterLandesversammlung"

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